OPERETTE Wer wird neuer Fürst von Seborga?
Als Giorgio I.
- alias Giorgio Carbone - selbsternannter Herrscher über das "Antike
Fürstentum
Seborga", am 25. November 2009 das Zeitliche segnete, war die
Bestürzung groß. Wie soll es jetzt weitergehen mit der Enklave im
Hinterland von Bordighera? Der beliebte "Außenminister" und Gastwirt
Walter Ferrari ("Il Principe") ward auserkoren, Giorgio
I. in Amt und Würden nachzufolgen. Doch dann erlag der designierte
Fürst Anfang Dezember überraschend einem Herzinfarkt.
Bis auf weiteres
lenkte "Staatssekretär" und Anwalt Alberto Romano die Geschicke des
"Antiken Fürstentums". Ein Gesuch um Unabhängigkeit für Seborga ist in
Brüssel anhängig. Dass es jemals positiv beschieden werden könnte,
glaubt niemand so recht (mehr über die Hintergründe unter Von
eigenen Gnaden - Das Antike Fürstentum Seborga).
Dennoch: Der Operetten-Stadtstaat soll leben, wenn es nach den Seborghini geht. Lange hat es gedauert, bis sich der "Kronrat" und die Prioren auf zwei Kandidaten für den vakanten Posten des Fürsten einigen konnten. Pepi Morgia, Regisseur und
Artdirector, bisher "Botschafter Seborgas in Rom" und Marcello Menegatto, Unternehmer vor Ort, müssen bis zum 18. April ihr Programm und eine Liste mit den Namen von vier zukünftigen Ministern präsentieren. Fünfzehn Tage später sollen sie sich dem Votum der Bürger stellen
Der neue Fürst bleibt sieben Jahre im Amt, Wiederwahl nicht ausgeschlossen. Giorgio I war per Votum seiner Unteranen Fürst auf Lebenszeit. |