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guidablu.jpgGUIDA BLU Italiens Badeorte unter der Lupe

Arma di Taggia kann sich zu den besten Badeorten Liguriens zählen, so renomierte Tourismuszentren wie Lerici, Portofino und Camogli hinter sich lassend. Der „Guida Blu" von Legambiente, den Grünen Italiens, verleiht dem Städtchen drei Segel. Schön für Arma, aber was heißt das eigentlich?

Legambiente bewertet in ihrem Führer 294 ausgewählte italienische Küstenorte (von 483) und zwar nicht nur nach der Qualität des Wassers, sondern auch nach den vorhandenen behindertengerechten Einrichtungen der Strände, dem kulturhistorischen Ambiente, den enogastronomischen Angeboten etc. Greenpeace meets Slowfood sozusagen. Höchstwertung: Fünf Segel.

SCHAMHAFT VERSCHWIEGEN

Eine Bandiera Blu oder die Segel des Guida Blu tragen die Badezentren mit Stolz. Aber es gibt auch weniger ehrenvolle Auszeichnungen. So gewann die Stadt Imperia 2009 für ihren neuen Sporthafen mit seinen über 1000 Liegeplätzen die Bandiera Negra. „Ein Mega-Spekulationsprojekt mit weitreichenden Folgeschäden für Küste und maritimes Leben", so die Begründung von Legambiente.

Sanremo belegt im Guida Blu in Ligurien Platz 26, am Horizont ein Segel, immerhin. Dabei sind die Stadtväter schon froh, dass am 14. Juli nach zwei Monaten endlich die Badeverbote an den Stränden aufgehoben werden konnten (mondoligure berichtete). Da war die Gola Verda, das Forschungsschiff der Legambiente, das regelmäßig im Mittelmeer und in der Adria Wasserproben nimmt und auch für den Guida Blu die Daten erhoben hat, zum Glück schon lange außer Sichtweite.

Immerhin 14 Badeorte in Italien haben fünf Segel erreicht. Ligurien hat nur mit Riomaggiore in den Cinque Terre die Höchstwertung erreicht. 100 Orte des "Belpaese" dürfen ab sofort drei Segel führen, darunter eben auch Arma di Taggia. Auguri.