Ihre Zahl wird auf
weniger als ein Dutzend geschätzt und trotzdem haben die Wölfe in der
Provinz Imperia in den letzten drei Jahren immer wieder für Schlagzeilen
gesorgt. Gerade wurde auf den Weiden oberhalb von Rezzo, keine 15 km Luftlinie von den belebten Touristenzentren an der Küste entfernt,
wieder eine
Ziege gerissen. Nichts Neues für den
Bauern Donati, der schon sieben Tiere auf diese Weise verloren hat. Doch
diesmal haben die Wölfe in unmittelbarer Nähe seines Hauses zugeschlagen. Den
Spuren nach waren es mindestens zwei Angreifer.
Bisher hat Imperia, anders als die übrigen Provinzen
Liguriens, lediglich 20 bis 25% des durch Wolfsattacken verursachten Schadens
erstattet. Das soll jetzt anders werden. Ein allzugroßes Loch werden diese
Mehrausgaben nicht in das Provinzsäckel reißen. Noch sind solche Übergriffe die
absolute Ausnahme.
Entschädigungen allein lösen das Problem ohnehin nicht. Die
Haltung der legendären Hirtenhunde aus der Maremma, bekannt für ihre
Furchtlosigkeit gegenüber Wölfen und Bären, ist heute eher eine Liebhaberei.
Ziegen und Schafe müssen also nachts in den Stall oder hinter einen
Elektrozaun, um sie vor den Wölfen zu schützen. Frei laufend sind sie eine zu
leichte Beute.
Offiziell wurde der letzte Wolf Liguriens 1889 in Rocchetta
Nervina erlegt. Jetzt ist er zurück in seinem angestammten Gebiet und uralte
Ängste werden wach. Mehr über das zwiespältige Verhältnis der Ligurer zu „canis lupus" unter
Die
Rückkehr des Wolfes